Raku-Keramik

RAKU Keramik in unserer
Töpferei in Westfalen

Beim Rakubrand entstehen Objekte mit einer ganz außergewöhnlichen Glasuroberfläche.
Wer sich für die besondere Art dieses Brennverfahrens und deren einzigartigen Keramiken interessiert, ist bei diesem Workshop bestens aufgehoben.

RAKU WORKSHOP

In der Sommerzeit bieten wir das spezielle RAKU Keramik Brennverfahren in unserer Töpferei in Westfalen an. Dieser Kurs ist
offen gestaltet und setzt keinen bestimmten Kenntnisstand voraus. Jeder Kursteilnehmer wird individuell betreut und bekommt jede nötige Hilfestellung.
Die Kosten betragen hierbei für jedes Kilogramm Tonmasse 12€ Brenngebühr.

Diesen Sommer bieten wir keine Raku-Kurse an.

Bei Interesse melden Sie sich bitte telefonisch, oder über unser Kontaktformular.

Was genau ist RAKU?

Raku (jap. 楽焼, rakuyaki) ist eine spezielle Brenntechnik keramischer Massen, die in Japan entwickelt wurde. Weiterhin können
mit Raku ​sowohl die verwendeten Grundstoffe und Glasuren zur Herstellung der Rakukeramik, als auch der gesamte Fertigungsprozess bezeichnet werden.

Raku-Brennofen auf unserem Außengelände
Geöffneter Raku-Brennofen mit den glühenden Keramiken

Das glasierte oder unglasierte Gefäß wird – entgegen dem herkömmlichen Verfahren Keramik zu brennen (langsames Abkühlen im geschlossenen Ofen)– wegen der starken Rauchentwicklung meist im Freien gebrannt. Bei diesem Niedrigbrand werden die rotglühenden Gefäße einzeln mit einer langen Zange bei Temperaturen um 1000 °C dem Ofen entnommen und in einen Behälter mit organischem Brennstoff (Laub, Stroh, Heu etc.) luftdicht eingebettet.

Rakukeramiken sind oft relativ dickwandig, damit sie bei diesem Wechsel vom Ofen zum Behälter nicht zu viel Hitze verlieren. Der entstehende Rauch (Kohlenstoff), der Sauerstoffentzug, sowie die im Laub enthaltenen Mineralien wirken stark auf die Tonkeramiken und die Glasurfarbe ein.
Blatt- und Grasabdrücke verewigen sich manchmal in der noch weichen Glasur. Durch die stark reduzierende Atmosphäre wird der noch weichen Glasur Sauerstoff entzogen. Die chemische Zusammensetzung verändert sich teilweise, z. B. aus Kupferoxid (grün) wird Kupfer (rot), und die Glasurfarbe
ändert sich. Kohlenstoff (schwarz) dringt durch Haarrisse in der Keramik und lagert sich ein. Der Brennverlauf lässt sich beim Raku nur bedingt steuern,
sodass jedes Stück ein unnachahmliches Unikat ist.

Video: Rakubrand in unserer Werkstatt in Ahlen | NRW